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Ballengang, wieso eigentlich?

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Um den Ballengang liest, sieht oder hört man immer wieder ein wenig kontroverses…

„Man geht ja rückwärts, wenn man den Fuß so aufsetzt“
„Der Fuß ist unnatürlich“
„Kalkaneuswippe!“

Ich will hier aber gar nicht so sehr auf das eingehen, was scheinbar dagegen zu sprechen scheint, sondern eher auf das, was dafür spricht. Ein Link zum Videotutorial gibts übrigens unten.

Vorteil 1:

  • Durch das Aufsetzen über den Ballen, wird die Muskulatur im Fuß anders angesprochen und vor allem Mehr angesprochen. Das führt zur Aufrichtung des Fußgewölbes.

Vorteil 2:

  • Die zuvor angesprochene Aktivierung des Fußes sorgt für eine Stoßdämpfung durch die ganze Kette. Da meist das Knie das zuerst in Mitleidenschaft gezogene Gelenk ist, schont es also auch das Knie.

Vorteil 3:

  • Richtig ausgeführt, ist das Knie tendenziell eher leicht gebeugt als beim Fersengang, auch dies führt dazu, dass das Gangbild weicher und die Stoßdämpfung besser ist.

Vorteil 4:

  • Richtig ausgeführt schwingt Becken und Hüfte frei vor, dies geschieht über eine Schwerpunktverschiebung des gesamten Körpers. Bauch, Rücken und Becken bleiben geschmeidig. Beim Fersengang wird häufiger das Bein ohne Beckeneinsatz vorgeworfen und der Körper hinterhergezogen. Hierbei wird der Core eher leicht angespannt, um das Momentum auszugleichen.

Vorteil 5:

  • Aus 4 lässt sich Ableiten, dass der Körper sehr aufrecht ist, da der gesamte Körper die Schwerpunktverschiebung einleitet.

Vorteil 6:

  • Wer im Ballengang unterwegs ist, spürt den Untergrund bevor das ganze Gewicht auf dem Fuß landet und kann so intuitiv Ausweichbewegungen vornehmen, wenn z.B. etwas spitzes übersehen wurde.

Vorteil 7:

  • Im Ballengang ist es so gut wie unmöglich umzuknicken. Persönliche Erfahrung: Ich bin früher häufiger umgeknickt, seit ich auf den Ballengang umgestellt habe gar nicht mehr.

Vorteil 8:

  • Der gesamte Körper ist eher entspannt bei der Bewegung. Das geht beim Fuß los, der nicht die Fußspitze nach hinten ziehen muss, um aufzusetzen. Das kontralaterale Bewegungsbild sorgt für Geschmeidigkeit im Rumpf. Auch die Arme schwingen locker mit und werden nicht aktiv bewegt.

Vorteil 9:

  • Ballengang verbessert auch die Lauftechnik fürs „Joggen“. Viel zu viele Menschen verlassen sich auf ihre Schuhe als Stoßdämpfer und wundern sich, warum sie dennoch Probleme bekommen, und hören leider schneller wieder auf, als sie angefangen haben. Ballengang ist eine „Technik“ bei der es mehr um das loslassen und den Flow geht. Sicher, man denkt anfangs drüber nach, im Kern soll Joggen und Gehen aber intuitiv erfolgen.

Vorteil 10:

  • In der Regel musst du weniger auf das achten was am Untergrund passiert. Der Fuß übernimmt diese Arbeit für dich. Du bist präsenter in deiner Körpersprache und Ausstrahlung, denn du kannst alles wahrnehmen, was um dich herum passiert.

Am Ende kannst du dein Gangbild umstellen oder es nur als Achtsamkeitsübung in den ein oder anderen Spaziergang einbauen. Interessant ist es in jedem Fall, den Schritt, den Boden, den Körper mal aktiv wahrzunehmen und zu spüren. Wie gesagt, mehr ans loslassen denken… oder eben nicht denken, einfach mal machen.

Am Besten funktioniert das ganze übrigens Barfuß oder im Barfußschuh. Sobald eine Erhöhung an der Ferse im Spiel ist, macht es dieses Gangbild meistens schon kaputt, da wir eigentlich super flach aufsetzen und die Erhöhung in dem Moment näher am Boden ist.

Fersengang ist nicht per se falsch! Jedoch können trampeln, Füße ausrotieren und aufs gestreckte Bein wuchtig auftreten langfristig zu Nebenwirkungen führen.

Videotutorial zum Ballengang.

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